Die KmB Technologie GmbH in Zerbst in Sachsen-Anhalt hat Insolvenz angemeldet. Nach Angaben der Bild ist das Unternehmen damit von der Krise in der Autobranche betroffen.
KmB Technologie fertigt Dreh- und Frästeile für verschiedene Hersteller, die in Getrieben, Lenksystemen und Fahrwerken verwendet werden. Das Unternehmen wurde 1995 gegründet und beschäftigt nach den vorliegenden Angaben rund 200 Menschen.
Ein Sprecher der Kanzlei des vorläufigen Insolvenzverwalters sagte, das Unternehmen habe Insolvenz anmelden müssen, nachdem ein wichtiger Kunde angekündigt habe, einen Auftrag nicht wie erwartet zu verlängern. Laut Bild handelt es sich dabei um Volkswagen.
Die Produktion in Zerbst soll während des laufenden Insolvenzverfahrens weitergehen. Nach Angaben des Sprechers haben sich Kunden bereit erklärt, in Vorkasse zu treten.
Die Löhne der Beschäftigten sind zunächst für drei Monate über Insolvenzgeld gesichert. Die Belegschaft war zuletzt bereits in Kurzarbeit.
Der Zerbstor Bürgermeister Andreas Dittmann sagte, er sei vorab über die Insolvenzpläne informiert worden und habe sie in der vergangenen Woche in einer Stadtratssitzung angesprochen. Er hoffe, dass ein Investor die Zukunft des Unternehmens sichert.
KmB Technologie steht damit exemplarisch für eine Reihe von Meldungen, die auf eine anhaltende Belastung von Zulieferern in der Autoindustrie verweisen.
