Der Iran-Krieg und die damit verbundenen Sorgen um steigende Energiepreise belasten die Konsumlaune der deutschen Bevölkerung. Laut dem aktuellen GfK-Konsumklima-Index sinkt dieser Indikator für April 2026 erheblich auf minus 28,0 Punkte, nachdem er zuvor auf minus 24,8 Punkten revidiert wurde. Die Umfrage, an der rund 2.000 Verbraucher zwischen dem 5. und 16. März teilnahmen, fiel in eine Zeit, die von den Ereignissen im Nahen Osten geprägt ist.
Die negativen Erwartungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung sind markant. Experten der GfK und des Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen (NIM) berichten, dass die Mehrheit der Befragten mit einer langfristig anhaltend hohen Preisentwicklung für Öl, Gas und Benzin rechnet. Dies wirkt sich direkt auf die Kaufkraft und die Einkommenserwartungen aus, die ebenfalls gesunken sind.
Für das bevorstehende Ostergeschäft im Einzelhandel rechnet der Handelsverband Deutschland mit einem Umsatzrückgang von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was einem Gesamtvolumen von nur 2,1 Milliarden Euro entspricht. Analysten betonen, dass der Krieg im Nahen Osten und die bereits erlebte Inflation durch den Ukraine-Konflikt das Verbrauchervertrauen stark beeinträchtigen.
Die schwierige Situation wird zusätzlich von der hohen Inflation verstärkt, die die Preise weiterhin antreibt. Es bleibt abzuwarten, wie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich entwickeln und ob weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Konsumklimaherausforderungen notwendig sein werden.