Lohnt sich der Kauf eines Ferienhauses als Investition?

Lohnt sich der Kauf eines Ferienhauses als Investition?

Mai 3, 2026
1 min. lesezeit

Ein Ferienhaus als Rückzugsort, das zudem eine Rendite abwirft, weckt viele Wünsche. Doch die Realitäten der Finanzierung und des Managements solcher Immobilien können schnell zur Herausforderung werden. Insbesondere in beliebten Urlaubsgebieten wie Mallorca erfreuen sich Ferienhäuser großer Beliebtheit, sowohl bei Besitzern als auch bei Mietern.

Die Nachfrage nach Ferienhäusern ist seit der Pandemie gestiegen. Viele Urlauber bevorzugen private Unterkünfte über große Hotelketten. Experten wie Jonas Hahn von der Frankfurt University of Applied Sciences weisen darauf hin, dass die Ansprüche und Wünsche der Gäste heute individueller sind. Das macht das Vermieten von Ferienhäusern attraktiv. Doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und rechtlichen Vorgaben variieren stark, was potenzielle Käufer gut durchdenken müssen.

Einer der ersten Aspekte, die angegangen werden müssen, ist die Lage der Immobilie. Touristische Hotspots mit guter Infrastruktur sind gefragt, jedoch oft auch teuer. Dabei liegen die Preise für Ferienhäuser je nach Region zwischen 2.000 und 10.000 Euro pro Quadratmeter. Bekannte Orte wie Sylt sind mittlerweile nicht mehr für unter einer Million Euro zu haben. Solche Investitionen sind häufig durch hohe Kosten und schwankende Auslastungen geprägt.

Die Finanzierung kann zudem ein Hindernis darstellen. Viele Banken sind skeptisch, wenn es um Kredite für Ferienhäuser geht, insbesondere wenn diese nur sporadisch genutzt werden. Laut einer Umfrage der Stiftung Warentest geben viele Kreditinstitute nur dann Kredite, wenn das Objekt auch dauerhaft als Wohnraum vermietbar ist. In den meisten Fällen verlagen Banken zusätzliche Unterlagen und eine höhere Eigenkapitalquote, was die Hürden für angehende Immobilienbesitzer zusätzlich erhöht.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Auslastung. Ökonomische Berechnungen legen nahe, dass eine Immobilie mindestens 120 Tage im Jahr vermietet sein sollte, um rentabel zu sein. Einige Quellen setzen den Rentabilitätswert sogar noch höher, bei 140 bis 200 Tagen. Die Nutzung über Plattformen wie Airbnb bringt oft auch Gebühren mit sich, die die Renditen schmälern können. Die Instandhaltungskosten sind ebenfalls nicht zu unterschätzen; Gästewechsel, regelmäßige Reinigung und mögliche Schäden können stark ins Geld gehen.

Die Entscheidung für ein Ferienhaus sollte daher gut überlegt sein und nicht nur die Möglichkeit eines zusätzlichen Einkommens beinhalten, sondern auch die damit verbundenen Herausforderungen und Kosten. In der Realität erweist sich die Bewirtschaftung eines Ferienhauses oft als ähnlich aufwendig wie das Führen eines kleinen Unternehmens.

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