Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2025/2026 einen Rekordgewinn von 2,26 Milliarden Euro nach Steuern erzielt. Dieser Betrag stellt eine Steigerung gegenüber 1,61 Milliarden Euro im Vorjahr dar. Der Gewinn übertraf die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten, die lediglich mit 2,2 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der Gesamtumsatz der Airline stieg um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro.
Die Zahl der beförderten Passagiere erhöhte sich um vier Prozent auf 208,4 Millionen. Konzernchef Michael O’Leary bezeichnete das Jahr als Rekordjahr mit einem Rekord-Passagieraufkommen und Rekordgewinnen. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass in den Jahreszahlen eine Rückstellung von 85 Millionen Euro für eine Geldstrafe der italienischen Wettbewerbsbehörde nicht enthalten ist, gegen die sich Ryanair rechtlich zur Wehr setzt.
Trotz der positiven Bilanz äußerte O’Leary Bedenken hinsichtlich der kommenden Monate. Der Iran-Konflikt und der Einfluss auf die Ticketpreise bereiten der Airline Sorgen. In der Hauptreisezeit von Juli bis September rechnet Ryanair nicht mit steigenden Ticketpreisen, die statt eines leichten Anstiegs stagnieren dürften. O’Leary wies darauf hin, dass die Unsicherheiten in der Branche eine klare Prognose für das nächste Geschäftsjahr erschweren.
Weiterhin gab es Besorgnis über mögliche Treibstoffengpässe aufgrund geopolitischer Spannungen. Ryanair und der Konkurrent Wizz Air meldeten jedoch, dass ihre Treibstofflieferungen für die kommenden Monate gesichert seien. Die Vorstände der beiden Airlines zeigen sich optimistisch in Bezug auf die Aufrechterhaltung der Betriebskosten trotz der geopolitischen Herausforderungen.