Die Teilzeitbeschäftigung in Deutschland hat im Jahr 2025 mit 16,88 Millionen Arbeitnehmern einen historischen Höchststand erreicht. Dies ist das Ergebnis einer Berechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten auf 30,4 Stunden, was im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb.
Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten ging um 0,6 Prozent auf 25,43 Millionen zurück. Die Teilzeitquote erhöhte sich dadurch auf 39,9 Prozent. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch den Anstieg der Beschäftigung in Sektoren wie dem Gesundheits- und Sozialwesen beeinflusst, die traditionell eine hohe Teilzeitarbeitsquote aufweisen. Im Gegensatz dazu ist in der Industrie, wo die Vollzeitbeschäftigung dominiert, ein Rückgang zu verzeichnen.
Im Hinblick auf die allgemeine Arbeitszeitsituation zeigt die Betrachtung der letzten Jahre einen Anstieg der Wochenarbeitszeit aller Beschäftigten. Im Jahr 2016 lag diese noch bei 30,12 Stunden pro Woche. Der IAB hebt hervor, dass die aktuelle Entwicklung nicht nur die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten, sondern auch die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden betrifft.
Die Diskussion um die Teilzeitarbeit in Deutschland ist eng mit Fragen der Arbeitsmarktpolitik und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie verknüpft. Der Trend zu mehr Teilzeitstellen könnte sowohl positive Effekte für die Flexibilität am Arbeitsmarkt als auch Herausforderungen hinsichtlich der Einkommenssituation der Betroffenen mit sich bringen.
Die Anzahl der in Teilzeit arbeitenden Personen bleibt damit auch für die kommenden Jahre von zentraler Bedeutung für die politische und gesellschaftliche Debatte über Arbeitnehmerrechte und die Gestaltung von Arbeitsplätzen.