Telekom und Rheinmetall entwickeln gemeinsam ein Abwehrsystem gegen Drohnen

Telekom und Rheinmetall entwickeln gemeinsam ein Abwehrsystem gegen Drohnen

Mai 11, 2026
1 min. lesezeit

Die Deutsche Telekom und der Rüstungskonzern Rheinmetall haben gemeinsam ein Projekt zur Entwicklung eines Drohnenabwehrsystems initiiert. Das Vorhaben zielt darauf ab, kritische Infrastrukturen wie Staudämme, Brücken und Kraftwerke vor Drohnenangriffen zu schützen.

Der Drohnenabwehrschirm soll die frühzeitige Erkennung von Drohnen ermöglichen. Dies geschieht durch den Einsatz von Störsignalen oder durch potenzielle laserbasierte Abfangmethoden. Beide Unternehmen gaben heute bekannt, dass sich das Projekt momentan in einer frühen Entwicklungsphase befindet.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger betonte, dass die Bedrohung durch Drohnen zunehmend digitalisiert ist. Daher sei eine Kombination aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen notwendig. Telekom-Chef Tim Höttges ergänzte, dass die Expertise seiner Firma in den Bereichen Konnektivität, Cloud und Datenanalyse dazu beitragen werde, die Drohnenabwehr auf ein neues Niveau zu heben.

Bereits zuvor haben die beiden Firmen in diesem Bereich zusammengearbeitet. Die Telekom nutzt spezielle Sensoren, die an Mobilfunkmasten angebracht werden, um über die Funksignale von Fernsteuerungen Drohnen zu orten. Diese Technologie wurde unter anderem bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 eingesetzt. Ein weiterer Aspekt der Zusammenarbeit besteht darin, herauszufinden, wie Drohnen, die über Mobilfunknetzwerke gesteuert werden, erkannt werden können.

Die fortschreitende Entwicklung der Kommunikationsinfrastruktur in Deutschland ermöglicht es, Drohnen zunehmend über das Internet zu steuern, wodurch neue Herausforderungen für Sicherheitsbehörden und Unternehmen entstehen. Die Telekom arbeitet bereits mit der Hamburger Bundeswehruniversität an Techniken, um solche Drohnen frühzeitig zu identifizieren, indem das Mobilfunknetz als eine Art Radar genutzt wird.

Das geplante Drohnenabwehrsystem ist Teil umfassenderer Maßnahmen zur Sicherstellung der Sicherheit kritischer Infrastrukturen in einer zunehmend digitalisierten Welt.

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