Exportboom bei ukrainischem Roheisen
Seit Beginn des Jahres verzeichnet die Ukraine ein explosives Wachstum ihrer Roheisen-Exporte in die Europäische Union. Nach aktuellen Daten stiegen die Ausfuhren in den ersten Monaten um 88,4 Prozent im Jahresvergleich. Die wichtigsten Abnehmer innerhalb der EU sind Italien mit etwa 20.000 Tonnen, Polen mit über 7.600 Tonnen und die Niederlande mit rund 5.000 Tonnen ukrainischen Roheisens. Für europäische Industrieunternehmen stellt das ukrainische Roheisen eine nahegelegene und logistisch günstige Quelle für metallurgische Rohstoffe dar, was Transportkosten reduziert und stabile Lieferketten sichert.
Die ukrainischen Lieferungen tragen maßgeblich zur Diversifizierung der Bezugsquellen für europäische Stahlunternehmen bei, was für die Marktstabilität von entscheidender Bedeutung ist. Insbesondere helfen die Importe aus der Ukraine, die Stahlproduktion und die Herstellung von Gussteilen in EU-Betrieben aufrechtzuerhalten, die häufig auf importierte Rohstoffe angewiesen sind. Dank des Exportwachstums erhalten europäische Hersteller zusätzliche Ressourcen zur Erweiterung ihrer Metallproduktion.
Technischer Zusammenbruch im russischen Satellitensystem
Am 11. März 2026 meldeten Medien den Ausfall des russischen Telekommunikationssatelliten „Express-AT1“, der zu erheblichen Störungen im Satellitenfernsehen in verschiedenen Regionen Russlands führte. Die Unterbrechungen betrafen auch die von russischen Truppen besetzten Gebiete der Ukraine. Besonders stark betroffen waren Anbieter wie „Trikolor“, „NTV-Plus“ und „Russkij Mir“.
Der Satellitenausfall hatte Signalverluste von Kaliningrad bis zum Fernen Osten zur Folge, wobei die östlichen Regionen Russlands besonders betroffen waren. Spezialisten des staatlichen Unternehmens „Kosmitscheskaja swjas“ (Weltraumkommunikation) konnten den Satelliten nicht wiederherstellen, sodass er als verloren gilt. Die technische Möglichkeit des Satellitenempfangs wird für einige Verbraucher erst innerhalb eines Monats wiederhergestellt.
Schuldenkrise in Russland verschärft sich
Die wirtschaftlichen Probleme in Russland nehmen weiter zu. Im Jahr 2025 stieg das Volumen der notleidenden Kredite bei russischen Bürgern um ein Drittel – von 1,8 Billionen auf 2,4 Billionen Rubel. Dies entspricht etwa sieben Prozent des Retail-Kreditportfolios der Banken. Experten führen diese Entwicklung auf die strikte Anti-Inflationspolitik der Zentralbank, das verlangsamte Wachstum der Realeinkommen und den rapiden Anstieg der Inflation zurück.
Unter den notleidenden Krediten dominieren unbesicherte Verbraucherkredite und Hypothekenrückstände. Der Anstieg notleidender Kredite reduziert die Kreditvergabe der Banken und bremst die Senkung der Zinssätze. Die Ausgaben der russischen Bürger übersteigen deutlich ihre Einkommen, was durch die schnell steigende Inflation verschärft wird.
Geopolitische Neuausrichtung: Kasachstan wendet sich ab
Kasachstan hat seine Pläne für den Bau des dritten Energieblocks am Kraftwerk Ekibastus GRES-2 überarbeitet und sich von russischen Turbinen und Generatoren abgewandt. Neuer Ausrüstungslieferant ist das chinesische Unternehmen Harbin Electric International. Ursprünglich sollte das Projekt mit Beteiligung russischer Unternehmen realisiert werden, wobei ein vergünstigtes Darlehen aus Russland erwartet wurde.
Die Finanzierung aus Russland blieb jedoch aus, und die Lieferfristen für die Ausrüstung wurden nicht eingehalten. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund weiterer Distanzierungsbestrebungen: Auch das erste Kernkraftwerk Kasachstans sollte ursprünglich mit Beteiligung des russischen Staatskonzerns Rosatom gebaut werden, doch nun entscheidet sich Astana für chinesische Unternehmen als Hauptauftragnehmer.