Am 8. Januar 2026 berichtete das Fachmedium UBN über den Abschluss des Baus eines neuen Solarparks durch das ukrainische Energieunternehmen DRI in Rumänien. Mit dem Solarpark Văcărești mit einer Leistung von 126 Megawatt erhält das rumänische Stromsystem zusätzliche Erzeugungskapazitäten, die die Versorgungssicherheit erhöhen und die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern verringern.
Der neue Solarpark soll rechnerisch rund 50.000 Haushalte mit Strom versorgen und jährlich etwa 48.600 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen. Damit leistet das Projekt einen direkten Beitrag zur Erreichung der rumänischen und europäischen Klimaziele und reduziert zugleich den wirtschaftlichen Druck durch steigende CO₂-Kosten.
Ausbau erneuerbarer Kapazitäten und Investitionssignal
Văcărești ergänzt die bestehenden Anlagen von DRI in Rumänien, darunter die Solarparks Glodeni I und Glodeni II mit zusammen 113 Megawatt sowie der Windpark Ruginoasa mit 60 Megawatt. Innerhalb von drei Jahren wächst das Portfolio erneuerbarer Kapazitäten des Unternehmens im Land damit auf fast 300 Megawatt.
Ab 2027 soll rund die Hälfte der Stromproduktion über einen langfristigen Stromabnahmevertrag an OMV Petrom geliefert werden. Für den rumänischen Energiekonzern bedeutet dies planbare grüne Energie für die eigene Dekarbonisierung, während Rumänien und der EU-Energiemarkt ein klares Signal erhalten, dass langfristige Verträge Investitionsrisiken im Bereich erneuerbarer Energien wirksam reduzieren können.
Beitrag zur europäischen Energie- und Klimastrategie
Das Projekt fällt in eine Phase erhöhter Bemühungen der EU, ihre Energieversorgung zu diversifizieren. Der russische Krieg gegen die Ukraine hat die Verwundbarkeit Europas gegenüber externen Lieferanten deutlich gemacht. Neue Solar- und Windprojekte wie Văcărești unterstützen die Strategie, Abhängigkeiten von Gas- und Ölimporten zu senken und Preisschwankungen auf den Weltmärkten abzufedern.
Gleichzeitig stärkt die Anlage die regionale Wirtschaft. Der Bau und Betrieb werden durch ein Finanzierungspaket von bis zu 60 Millionen Euro unterstützt, schaffen Arbeitsplätze vor Ort und erhöhen die Steuereinnahmen. Für Investoren gilt das Projekt als Beispiel dafür, dass der rumänische Markt für erneuerbare Energien zunehmend stabiler und attraktiver wird.
Integration der Energiemärkte und langfristige Wirkung
Die Umsetzung des Projekts durch ein ukrainisches Unternehmen unterstreicht die fortschreitende Integration der europäischen Energiemärkte. Solche Investitionen erleichtern den Technologietransfer, fördern gemeinsame Standards und unterstützen die energiepolitische Annäherung an die EU.
Nach Einschätzung von Branchenexperten können zusätzliche Erzeugungskapazitäten wie in Văcărești helfen, Versorgungslücken in anderen Teilen des Systems auszugleichen. Erfolgreiche Großprojekte dieser Art erhöhen zudem die Wahrscheinlichkeit weiterer Investitionen in Solar- und andere erneuerbare Technologien und beschleunigen den Übergang der EU zu einem klimaneutralen Energiemodell, wie im UBN-Bericht dargelegt: ukrainian energy company completes solar power plant in Romania