UniCredit erhöht Beteiligung an der Commerzbank und nähert sich Übernahme

UniCredit erhöht Beteiligung an der Commerzbank und nähert sich Übernahme

Juni 10, 2026
1 min. lesezeit

UniCredit hat ihr Übernahmeangebot für die Commerzbank ausgeweitet und jüngst weitere Aktien angedient bekommen. Damit erhöht sich der Anteil der italienischen Großbank an der zweitgrößten Privatbank Deutschlands auf schätzungsweise 37,68 Prozent. Dies stellt einen bedeutsamen Schritt in einem wachsenden Übernahmekampf dar.

In der vergangenen Zeit hat UniCredit ihren Anteil kontinuierlich gesteigert. Zuvor hielt das Unternehmen bereits 26,77 Prozent der Commerzbank-Aktien. Die jetzt angereichten Aktien werden von verschiedenen Banken und institutionellen Investoren gehalten, die in den letzten Monaten in Verbindung mit UniCredit standen. Auch Finanzinstrumente, die den Zugriff auf weitere Aktien ermöglichen, sind vorhanden.

Das Management der Commerzbank hat sich gegen die Übernahmepläne ausgesprochen. Die Bank kritisiert, dass viele der angedienten Aktien nicht von unabhängigen Investoren stammen und hat dies bereits der Finanzaufsicht Bafin mitgeteilt. UniCredit hält jedoch an ihrem Angebot fest und sieht sich im rechtlichen Rahmen, transparent zu handeln.

Die Commerzbank ist sich ihrer Eigenständigkeit bewusst und hat deutlich gemacht, dass sie gegen die Übernahmepläne vorgehen möchte. Zudem hatte UniCredit bereits Anfang Mai ein freiwilliges Übernahmeangebot vorgelegt, um ein Pflichtangebot zu umgehen. Für jedes Commerzbank-Aktienpapier bietet UniCredit 0,485 Anteile an der eigenen Bank an.

Aktuell hält die Bundesregierung noch etwas mehr als 12 Prozent an der Commerzbank, aus der Zeit der Finanzkrise, als staatliche Mittel zur Rettung der Bank mobilisiert wurden. In der Zwischenzeit zeigt sich, dass die Finanzmärkte unsicher bleiben, nicht nur wegen der Entwicklungen um die Commerzbank, sondern auch aufgrund globaler geopolitischer Spannungen. Die aktuellen Verkäufe und die Reaktionen auf die Übernahme bieten einen direkten Einblick in den aktuellen Zustand der Bank sowie den Markt insgesamt.

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