Vor Ostern kaufen viele Familien große Mengen an Eiern. Der Markt ist jedoch derzeit angespannt, bedingt durch die Auswirkungen einer aktuellen Vogelgrippe-Welle, die auch zahlreiche Geflügelhöfe in Deutschland betroffen hat. In Supermärkten wird mit Engpässen gerechnet, da die Nachfrage nach Eiern steigt.
Auf dem Bengerhof im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen leben 15.000 Hühner auf einer großen Auslauffläche. Betreiber Philipp Benger berichtet, dass der Druck auf seinen Betrieb enorm ist: „Aktuell ist es so, dass wir fast die doppelte Menge aus dem Vorjahr verkaufen könnten. Das ist den Hühnern nur schwer abzuringen.“ Obwohl er mehrere Supermärkte und Hofläden beliefert, musste Benger bereits zahlreiche Bestellungen ablehnen.
Die Vogelgrippe sorgte im Herbst für eine Stallpflicht von vier Monaten. Seit dem 1. März dürfen die Tiere wieder ins Freie, doch die Unsicherheit bleibt. „Im Umkreis gab es Fälle. Da mussten wir aufpassen, dass man die Tiere gesund hält“, sagt Benger. Der Bundesverband Ei spricht von einer angespannten Lage, geht aber davon aus, dass der Einzelhandel weiterhin zuverlässig beliefert wird.
In Deutschland werden pro Tag rund 56 Millionen Eier produziert. Trotz der Engpässe zum aktuellen Zeitpunkt erwartet der Bundesverband Ei, dass die Regale zu Ostern gut gefüllt sein werden. Man verweist darauf, dass die Feiertage nicht die Hauptsaison für Eierkäufe sind, diese findet traditionell in der Weihnachtszeit statt. Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen, dass sie an Ostern keine Eier finden, auch wenn es punktuell zu Einschränkungen kommen könnte.