Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers fordert ein Verbot islamistischer Moscheevereine in der Hauptstadt. In einem Interview mit RTL und ntv betonte Evers die Notwendigkeit, Moscheevereine, die Rückhalt für verfassungsfeindliche Ideologien bieten, zu verbieten. Er fordert, die gesetzlichen Möglichkeiten des Vereinsrechts auszuschöpfen.
Evers plädiert zudem für eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Islam an Schulen und schlägt die Einführung eines Wahlpflichtfachs Religion vor, das es in Berlin bislang nicht gibt. Er äußerte, dass politische Entscheidungen, die in den letzten Jahren aufgrund ideologischer Vorbehalte nicht getroffen wurden, nun dringend erforderlich seien. Evers kritisierte insbesondere die politische Linke, die sich seiner Meinung nach gegen notwendige Maßnahmen gesperrt habe.
Evers wies darauf hin, dass der Schutz auch für die queere Community, Frauen und Menschen jüdischen Glaubens gelten müsse, die sich in bestimmten Stadtteilen nicht sicher fühlten. Auf die mögliche Auswirkung eines kürzlichen Anschlags auf den bevorstehenden Wahlkampf reagierte er vorsichtig. Er warnte davor, den Anschlag für Wahlkampfzwecke zu instrumentalisieren, und stellte klar, dass es nicht darum gehen könne, Vorbehalte gegen ganze Bevölkerungsgruppen zu schüren.
Evers hob hervor, dass viele der Polizisten, die den Christopher Street Day (CSD) geschützt hätten, selbst Muslime seien, ebenso wie viele Rettungskräfte in Krankenhäusern. Er betonte die Notwendigkeit, unite gegen Islamismus zu stehen, und äußerte, dass es wichtig sei, das Problem klar beim Namen zu nennen.