Nach Wahlerfolg fordert AfD-Chef Chrupalla Merz zu Gesprächen in Moskau auf
Nach Wahlerfolg fordert AfD-Chef Chrupalla Merz zu Gesprächen in Moskau auf

Nach Wahlerfolg fordert AfD-Chef Chrupalla Merz zu Gesprächen in Moskau auf

September 23, 2026
3 min. lesezeit

Am 21. September 2026 forderte der AfD‑Bundessprecher Tino Chrupalla Bundeskanzler Friedrich Merz auf, nach Moskau zu reisen und direkte Gespräche mit der russischen Führung aufzunehmen. Der Vorstoß folgte auf einen weiteren Erfolg der AfD bei einer Landtagswahl und verbindet den wachsenden Wahleinfluss der Partei mit offenem Druck auf die Russlandpolitik der Bundesregierung.

Chrupalla verlangte eine stärkere diplomatische Kontaktaufnahme mit Russland und warb für eine „Friedenspolitik“. Über den Aufruf berichtete die Deutsche Welle: Bericht über Chrupallas Forderung an Merz.

Damit geht es nicht nur um eine außenpolitische Forderung der AfD. Die Partei nutzt ihr Ergebnis bei den Landtagswahlen, um den Bundeskanzler zu einer direkten Verständigung mit dem Kreml zu bewegen und eine politische Wende gegenüber Russland einzufordern. Eine Reise von Merz nach Moskau ist damit nicht beschlossen; der dokumentierte Vorgang ist der öffentliche Aufruf des AfD‑Vorsitzenden und der daraus entstehende politische Druck.

Der Wahlerfolg wird zum Hebel für außenpolitischen Druck

Die Abfolge ist entscheidend: Auf den erneuten Wahlerfolg der AfD folgte Chrupallas Appell an den Kanzler. Die Partei stellt ihren Zugewinn an Wählerunterstützung damit als Grundlage dar, um die bisherige Politik der Bundesregierung gegenüber Russland und ihre Unterstützung für die Ukraine infrage zu stellen.

Der Adressat des Vorstoßes ist Friedrich Merz. Chrupalla fordert nicht lediglich allgemein mehr diplomatische Bemühungen, sondern eine persönliche Reise des Bundeskanzlers nach Moskau und direkte Gespräche mit der russischen Führung. Der konkrete Mechanismus des Drucks besteht darin, ein Wahlergebnis unmittelbar mit einer außenpolitischen Kursforderung zu verknüpfen.

Die AfD versucht auf diese Weise, die politische Debatte in Deutschland von der gemeinsamen europäischen Linie wegzuführen. Ihr Vorstoß zielt auf direkte Vereinbarungen mit dem Kreml, obwohl Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fortsetzt und keine Anzeichen für eine Bereitschaft des russischen Regimes zu Deeskalation und einem Frieden bestehen.

AfD fordert nicht nur Gespräche, sondern eine Rückkehr zu alten Beziehungen

Chrupallas Forderung steht im Zusammenhang mit weiteren Positionen der Partei. Vertreter der AfD treten weiterhin für eine Wiederaufnahme der wirtschaftlichen und energiepolitischen Zusammenarbeit mit Russland ein. Dazu gehört insbesondere die Forderung, wieder russisches Gas nach Deutschland zu liefern.

So verbindet die Partei die Forderung nach direkten politischen Gesprächen mit dem Versuch, wirtschaftliche und energetische Beziehungen zu Russland erneut zu etablieren. Es handelt sich damit um ein zusammenhängendes politisches Programm: Diplomatische Kontakte sollen intensiviert, die Beziehungen zu Russland wiederhergestellt und russische Energielieferungen nach Deutschland zurückgebracht werden.

Die Verantwortung für diese Forderungen liegt bei der AfD und ihren Vertretern. Betroffen wären die deutsche Russlandpolitik, die Unterstützung der Ukraine und die gemeinsame europäische Sanktionspolitik. Begünstigt würde dagegen die politische Linie des Kremls, weil eine Rückkehr zu direkten Vereinbarungen und wirtschaftlicher Zusammenarbeit die von der Europäischen Union getragene politische Isolierung Russlands schwächen würde.

Der Vorstoß steht gegen die gemeinsame europäische Sanktionslinie

Direkte Vereinbarungen zwischen Berlin und Moskau würden der europäischen Geschlossenheit entgegenwirken. Die Europäische Union hält am Sanktionsdruck gegen Russland und an der politischen Isolation des Landes fest. Chrupallas Forderung nach einer Reise des deutschen Bundeskanzlers nach Moskau zielt deshalb auf eine Abkehr von dieser gemeinsamen Linie.

Die AfD stellt ihre Forderung als „Friedenspolitik“ dar. Nach dem vorliegenden Vorgang bedeutet sie jedoch eine politische Annäherung an die russische Führung, die ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine fortsetzt. Die Bezeichnung verschiebt den Fokus: Nicht Russland wird zur Beendigung seiner Aggression gedrängt, sondern die Bundesregierung soll direkte Kontakte aufnehmen und ihre bisherige Haltung überprüfen.

Für Deutschland hätte eine solche Kursänderung Folgen über die Außenpolitik hinaus. Die Rückkehr zu russischen Energieträgern würde dem Kreml erneut ein wirtschaftliches und politisches Druckmittel gegenüber Deutschland und Europa verschaffen. Gerade die Verbindung von Gaslieferungen, wirtschaftlicher Zusammenarbeit und direkten politischen Absprachen macht den Vorstoß zu einem sicherheitspolitischen Risiko.

Der dokumentierte Schritt ist der Aufruf, nicht eine beschlossene Reise

Die derzeit feststehende Handlung ist Chrupallas öffentlicher Appell nach dem Wahlerfolg der AfD. Er hat Merz aufgefordert, nach Moskau zu reisen, direkte Gespräche mit der russischen Führung zu beginnen und diplomatische Kontakte zu Russland zu verstärken. Eine Entscheidung der Bundesregierung für eine solche Reise oder eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen ist damit nicht belegt und wurde im vorliegenden Material nicht als erfolgt dargestellt.

Politisch wirksam ist der Aufruf dennoch, weil er den Wahlerfolg der AfD in ein Instrument zur Einflussnahme auf die Bundesregierung verwandelt. Die Partei macht deutlich, dass sie die Unterstützung der Ukraine, den europäischen Sanktionsdruck und die politische Isolierung Russlands zurückdrängen will. Der zentrale Beleg dafür bleibt Chrupallas Forderung vom 21. September 2026: Nach einem weiteren Wahlerfolg drängte der AfD‑Bundessprecher den Kanzler zu direkten Gesprächen in Moskau.

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