Sascha Lobo mit rotem Irokesenschnitt schaut auf ein Smartphone.

Sascha Lobo warnt vor unzureichendem Schutz gegen KI-Angriffe in Deutschland

Oktober 8, 2026
1 min. lesezeit

Der Digitalexperte Sascha Lobo hält Deutschland nur teilweise für Angriffe mit Künstlicher Intelligenz gewappnet. Behörden und kritische Infrastruktur seien ebenfalls nur teilweise gegen „intelligente Hacks“ geschützt, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Nach Lobo läuft zwar eine „KI-Härtung von Staat, Verwaltung und angrenzenden Institutionen“ bereits an. Der Aufbau brauche aber Zeit, Geld und vor allem Fachkräfte, und genau diese seien derzeit knapp.

Lobo sagte zugleich, kriminelle Taten würden bereits mit KI begangen. Neue Angriffsflächen entstünden in Sicherheitsbereichen, bei Behörden, in kritischer Infrastruktur und selbst bei kleinen Online-Shops, die bislang nicht ausreichend gesichert seien.

Die größte Gefahr sei aus seiner Sicht, dass Akteure mit böser Absicht leistungsfähige KI in die Hände bekämen. Als mögliche Nutzer solcher Werkzeuge nannte er kriminelle und politisch motivierte Gruppen sowie Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Staaten wie Nordkorea und Iran.

Ein am 7. Oktober veröffentlichtes Studie-Update unterstreicht nach Angaben der Quelle die Lücke bei Unternehmen: Rund die Hälfte der befragten Firmen nutzt demnach KI-Anwendungen, aber nur jede zweite prüft sie vorab auf Sicherheitsrisiken. Nur 11 Prozent verfügen den Angaben zufolge über spezielle Verfahren für Sicherheitsvorfälle mit KI-Bezug.

Tagesschau verwies in der Berichterstattung zudem auf offene Fragen, wie schnell Personal, Abläufe und Standards für den Schutz gegen solche Angriffe aufgebaut werden können.

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