Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die direkten Krankheitskosten in Deutschland im Jahr 2024 auf 528,5 Milliarden Euro gestiegen sind. Damit lagen sie erstmals über einer halben Billion Euro.
Die Kosten für Krankheiten und Gesundheitsprobleme nahmen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 7,6 Prozent zu. Rechnerisch entfielen auf jeden Einwohner 6.330 Euro.
In den Zahlen enthalten sind Ausgaben für medizinische Behandlungen, Pflege, Prävention und Rehabilitation. Nicht berücksichtigt sind indirekte Folgen wie Arbeitsausfälle.
Mehr als die Hälfte der gesamten Krankheitskosten entfiel auf Menschen über 65 Jahre. Ihr Anteil lag bei 53,8 Prozent oder 284,3 Milliarden Euro.
Für Menschen über 85 Jahre stiegen die Kosten auf 30.150 Euro pro Person. In der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen lagen sie dagegen im Schnitt bei 2.390 Euro.
Nach Krankheitsgruppen verursachten Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 69,4 Milliarden Euro die höchsten Kosten. Auf psychische und Verhaltensstörungen entfielen 68,7 Milliarden Euro.
Bei Frauen lagen die Pro-Kopf-Kosten bei 6.960 Euro und damit um 22,5 Prozent höher als bei Männern mit 5.680 Euro. Die Statistiker führen das vor allem auf die höhere Lebenserwartung und den größeren Anteil älterer und hochbetagter Menschen zurück; auch Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt werden genannt.
