Die Bundesärztekammer hat die Pläne der Bundesregierung begrüßt, die Steuern auf Alkohol, Tabak- und Nikotinprodukte sowie zuckerhaltige Getränke zu erhöhen. Laut einer Mitteilung des Vorstands vom Samstag belasteten diese Produkte nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft erheblich. Die Ärzteschaft kritisierte, dass Deutschland im europäischen Vergleich die Möglichkeiten zur Reduzierung des Konsums gesundheitsschädlicher Produkte nicht ausreichend nutze.
Die Bundesärztekammer fordert eine umfassendere Besteuerung aller alkoholischen Getränke, einschließlich Wein und Bier, um Ausweichreaktionen zu verhindern und den Gesamtkonsum zu senken. Darüber hinaus müsse die Besteuerung von Tabak- und Nikotinprodukten verbessert werden, insbesondere bei Einweg-E-Zigaretten und Pod-Systemen, um deren Attraktivität für Kinder und Jugendliche zu verringern. Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass solche Lenkungssteuern wirkungsvoll sind.
Zusätzlich wird eine intensivere Gesundheitsaufklärung und umfassende Werbe- und Marketingbeschränkungen gefordert. Die Einnahmen aus diesen Steuern sollten für gesundheitspolitische Zwecke verwendet werden und nicht lediglich der Haushaltskonsolidierung dienen. Die Bundesärztekammer sieht hierin einen notwendigen Schritt zur Förderung der öffentlichen Gesundheit.