Der Grünen-Politiker Marcel Emmerich drängt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zur Vorlage einer zugesagten Chronologie im Zusammenhang mit dem CSD-Anschlag. Emmerich bezeichnete die Chronologie als essenziell für die Aufklärung der Geschehnisse und forderte die umgehende Bereitstellung, wie er gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online äußerte.
Dobrindt hatte während einer Sondersitzung des Innenausschusses zu Beginn der Woche den Abgeordneten eine umfassende Darstellung der Ereignisse und des Handelns der Behörden zugesagt. Laut Emmerich sei diese Chronologie am Freitag jedoch noch nicht verfügbar gewesen. Der Politiker betonte die Notwendigkeit, die Fakten nachvollziehbar darzustellen.
Emmerich stellte zudem Fragen zu den behördlichen Abläufen und dem Umgang mit dem Täter. Er wollte wissen, welche Behörden zu welchem Zeitpunkt in Kontakt mit ihm waren und welche Informationen der Justiz vorlagen. Ein zentrales Anliegen ist es, zu klären, warum die sicherheitsbehördliche Gefährdungseinstufung dem Gericht nicht bekannt war. Emmerich erklärte, dass die Aufarbeitung des CSD-Anschlags fortgesetzt werden müsse.