Die AfD-Bundestagsfraktion hat den Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt aus ihren Reihen ausgeschlossen. Der Ausschluss wurde am Dienstag am Rande der Fraktionssitzung bekannt gegeben.
Teilnehmer berichten von knapp 100 Stimmen für den Ausschluss, während etwa ein Dutzend Abgeordnete mit Nein stimmten oder sich enthielten. Damit wurde die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit deutlich übertroffen. Schmidt hatte zuvor angeboten, seine Fraktionsmitgliedschaft bis zur Sommerpause ruhen zu lassen, was jedoch nicht überzeugte.
Dem Ausschluss ging ein Parteiausschlussverfahren des AfD-Landesvorstands in Sachsen-Anhalt voraus. Schmidt war zuvor Generalsekretär der Partei in Sachsen-Anhalt und erlangte ein Direktmandat bei der Bundestagswahl 2025. Gegen ihn bestehen mehrere Vorwürfe, darunter angebliche Geschäftsbeziehungen nach China sowie mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Beschäftigung von Mitarbeitern. Schmidt weist die Vorwürfe zurück und erhebt seinerseits schwere Anschuldigungen der Vetternwirtschaft gegen eine Führungsgruppe des AfD-Landesvorstands Sachsen-Anhalt.