Die AfD hat in einer aktuellen Forsa-Umfrage ihren Vorsprung vor der Union auf fünf Prozentpunkte ausgebaut. Die Partei erreicht im „Trendbarometer“ von RTL und ntv 27 Prozent und gewinnt damit einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Im Gegensatz dazu verliert die Union, die auf 22 Prozent sinkt, zwei Punkte. Diese Umfragen wurden zwischen dem 21. und 27. April 2026 durchgeführt, wobei 2.503 Teilnehmer befragt wurden.
Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU hat ebenfalls abgenommen. Aktuell geben nur noch 15 Prozent der Befragten an, mit seiner Amtsführung zufrieden zu sein, was einen Rückgang um drei Punkte bedeutet. 83 Prozent sprechen sich gegen seine Arbeit aus.
Die politische Landschaft zeigt auch Veränderungen bei den anderen Parteien. Die Grünen bleiben stabil bei 15 Prozent, während die SPD und die Linke mit jeweils 12 Prozent gleichauf liegen. Die Linke kann in dieser Umfrage einen Punkt gutmachen. Die FDP bleibt unter der Fünf-Prozent-Hürde und erreicht lediglich vier Prozent. Sonstige Parteien kommen auf acht Prozent.
In den letzten Wochen hatte die AfD in mehreren Umfragen die Spitzenposition erreicht. Laut einer Insa-Erhebung für „Bild am Sonntag“ liegt die Partei bei 28 Prozent, vier Punkte vor der Union. Eine frühere ZDF-Umfrage berichtete von einem knapperen Abstand von 26 zu 25 Prozent.
Wahlumfragen sind mit Unsicherheiten verbunden, da die Bindungen der Wähler an Parteien schwinden und Entscheidungen immer kurzfristiger getroffen werden. Forsa gibt für das aktuelle Trendbarometer eine statistische Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten an. Umfragen reflektieren das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung und gelten nicht als Prognosen für den Wahlausgang.