AfD-Parteitag endet mit internen Beratungen zur Satzungsänderung

AfD-Parteitag endet mit internen Beratungen zur Satzungsänderung

Juli 5, 2026
1 min. lesezeit

Die AfD hat in Erfurt ihren Parteitag mit Beratungen zur Änderung der Bundessatzung und interner Regularien beendet. Der erste Tag begann trotz massiver Proteste mit zehntausenden Demonstranten reibungslos. Auch am zweiten Tag des Delegiertentreffens stehen interne Themen im Vordergrund. Ein Großaufgebot der Polizei war zur Sicherung des Events im Einsatz.

Das Protestbündnis „Widersetzen“ bewertete die Demonstrationen als Erfolg, während die Polizei die Teilnehmerzahl auf etwa 31.000 schätzte. Die AfD-Delegierten konnten ohne Schwierigkeiten anreisen, da die Polizei sie eskortierte. Parteichef Tino Chrupalla eröffnete den Parteitag mit einer spöttischen Bemerkung über die Protestierenden.

Am zweiten Tag widmeten sich die Delegierten Änderungen zur Bundessatzung, inklusive Themen wie Mitgliedsbeiträge und interne Kommunikationsstrukturen. Der Parteitag am Vortag war von einer zügigen Abstimmung über zentrale Punkte geprägt, ohne größere Auseinandersetzungen, da das Augenmerk auf den bevorstehenden Landtagswahlen in den neuen Bundesländern liegt. Alice Weidel bekräftigte, dass eine Regierungsbeteiligung die Partei „normalisieren“ würde.

Das Parteiduo Weidel und Chrupalla wurde für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt, während die Diskussion über eine mögliche Einzelspitze vertagt wurde. Anträge zur Änderung der Unvereinbarkeitsliste wurden zurückgezogen.

Die neue Besetzung von drei Stellvertreterposten erfolgte ohne nennenswerte Diskussionen. Bernd Baumann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, äußerte, die Partei funktioniere wie eine „geölte Maschine“.

Ein zentraler Punkt war die gespaltene öffentliche Meinung zur Zusammenarbeit mit der AfD. Eine Umfrage ergab, dass 42 Prozent eine Ablehnung der Kooperation für richtig hielten, während 39 Prozent eine Zusammenarbeit befürworteten.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius äußerte Bedenken, die AfD könne im Falle einer Regierungsbeteiligung Zugang zu geheim eingestuften Informationen erhalten, insbesondere wegen der Nähe der Partei zu Russland.

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