Im ersten Halbjahr 2026 sind in Deutschland 9.663 Menschen abgeschoben worden. Das geht aus einem Bericht zu Rückführungen in den Bundesländern hervor, der zugleich deutliche Unterschiede zwischen den Ländern zeigt.
Besonders viele gescheiterte Rückführungen wurden in Berlin registriert. Dort kamen auf 564 erfolgreiche Abschiebungen 4.538 gescheiterte Rückführungen.
Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 1.931 Abschiebungen die meisten erfolgreichen Rückführungen. In Brandenburg standen 8.567 ausreisepflichtigen Menschen lediglich 73 Abschiebungen gegenüber.
Auch die Kapazitäten für Abschiebungshaft und Ausreisegewahrsam gingen zurück. Die Zahl der Plätze sank von 810 Ende Dezember 2025 auf 758 Ende Juni 2026.
Länder und Bundespolizei fragten im ersten Halbjahr in 640 Fällen beim gemeinsamen Zentrum zur Unterstützung der Rückkehr einen Haft- oder Gewahrsamsplatz an. Vermittelt werden konnte ein Platz in 153 Fällen.
Baden-Württemberg meldete 1.405 erfolgreiche Abschiebungen und 1.834 gescheiterte Rückführungen. Bremen kam auf 51 Abschiebungen.
