Der Co-Vorsitzende der SPD Berlin, Steffen Krach, hat gefordert, die Mütterrente abzuschaffen. Diese Äußerung kam im Rahmen der aktuellen Rentendebatte, in der die Reformen der Rentenkommission der SPD besprochen werden. Krach begründete seine Forderung damit, dass die Mütterrente in den Reformvorschlägen nicht beachtet werde und nannte CSU-Chef Markus Söder den größten Reformblockierer in Deutschland.
Krach äußerte gegenüber T-Online, dass der Vorschlag zur Mütterrente, der ein finanzielles Volumen von rund fünf Milliarden Euro umfasst, in den Reformüberlegungen der SPD nicht thematisiert werden dürfe. Die Vorschläge der Rentenkommission beinhalten unter anderem die Streichung der Rente mit 63 und die Einführung einer verpflichtenden Kapitalrente. Krach hob hervor, dass die SPD an Reformen interessiert sei, jedoch auch die Union bereit sein müsse, ihre Positionen zu überdenken.
Die 33 Vorschläge der Kommission wurden am Dienstag vorgestellt. Krach bezeichnete diese als vielversprechende Grundlage für echte Reformen, betonte jedoch, dass die Details noch ausgearbeitet werden müssten. In seinen Ausführungen lobte er Maßnahmen wie die Einbeziehung von Selbstständigen in die Rentenversicherung und die Empfehlung zur Einbeziehung von Beamten. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass eine Regelung erforderlich sei, die es Arbeitnehmern ermögliche, in Rente zu gehen, wenn sie physisch nicht mehr in der Lage sind, zu arbeiten.
Die Diskussion um die Mütterrente und die Reformvorschläge ist Teil eines größeren politischen Kontextes, in dem sich die Parteien in Deutschland derzeit befinden. Die SPD zeigt sich reforminteressiert, während oppositionelle Stimmen aus der Union den Reformprozess kritisch verfolgen.