Der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron ist aktuell von der Einreise nach Großbritannien ausgeschlossen. Dies geht aus einer Mitteilung der britischen Visa- und Einwanderungsbehörde hervor, die am Donnerstag an Bystron versandt wurde. Ihm wurde mitgeteilt, dass sein Antrag auf eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) abgelehnt wurde, da sein Aufenthalt im Vereinigten Königreich dem öffentlichen Wohl nicht dienlich sei.
Bystron hatte ursprünglich geplant, am Samstag als Redner an einer Großdemonstration des Rechtsextremisten und Anti-Islam-Aktivisten Tommy Robinson teilzunehmen. Neben Bystron haben auch die EU-Parlamentarier Dominik Tarczynski von der polnischen PiS-Partei und Filip Dewinter vom belgischen Vlaams Belang Einreiseverbot erhalten. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die bevorstehende Demonstration vor möglichen gewalttätigen Ausschreitungen zu schützen.
In einer Reaktion bezeichnete Bystron die Entscheidung als „Bankrotterklärung“ und kritisierte die britische Regierung als „in Panik“ und „am Ende“. Diese Kommentare reflektieren eine wachsende Besorgnis innerhalb rechtsextremer Kreise über die Einschränkungen ihrer Aktivitäten in Europa.
Der Vorfall wirft Fragen über die Einreisepolitik Großbritanniens und dessen Haltung gegenüber extremistischen Bewegungen auf. Die britische Regierung sieht sich seit längerem unter Druck, den Umgang mit einreisenden politischen Aktivisten zu überprüfen.