Bundeskanzler Merz spricht sich gegen Herabsetzung des Wahlalters zur Bundestagswahl aus

Bundeskanzler Merz spricht sich gegen Herabsetzung des Wahlalters zur Bundestagswahl aus

Mai 15, 2026
1 min. lesezeit

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich gegen eine Herabsetzung des Wahlalters bei den Bundestagswahlen von 18 auf 16 Jahre ausgesprochen. Merz äußerte seine Bedenken am Freitag während einer Fragerunde auf dem Katholikentag in Würzburg. Er betonte, dass eine generelle Herabsetzung des Wahlalters schwer zu rechtfertigen sei, insbesondere wenn nur das aktive Wahlrecht geändert werde, ohne das passive Wahlrecht entsprechend anzupassen.

Merz verwies darauf, dass die letzte Anpassung des Wahlalters, von 21 auf 18 Jahre, auch an die Volljährigkeit gebunden war. Seiner Ansicht nach sollte sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht im gleichen Alter bestehen bleiben. „18 ist das Alter, in dem wir heute Volljährigkeit haben und damit auch die volle Verantwortung“, erklärte der Kanzler. Er sei offen für Gegenargumente, habe jedoch noch keine überzeugenden Gründe gehört, die ihn von seiner Position abbringen würden.

Auf Bundesebene liegt das Wahlalter derzeit bei 18 Jahren, während in einigen Bundesländern 16-Jährige bereits zur Teilnahme an Landtags- und Kommunalwahlen berechtigt sind. Zudem können sie das Europäische Parlament ab 16 Jahren wählen. Merz‘ Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Debatte über das Wahlrecht und die politische Teilhabe junger Menschen in Deutschland.

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