Die Bundesregierung hat die Ukraine als militärisch in eine „neue Position der Stärke“ eingetreten eingestuft. Dies wurde am Freitag von verschiedenen Regierungsvertretern bestätigt, die über die aktuelle Situation der Ukraine und mögliche diplomatische Entwicklungen informierten. Es wird davon ausgegangen, dass sich allmählich „ein Fenster der Diplomatie öffnen“ könnte.
Die Fortbewegungen der Ukraine werden derzeit kontinuierlich mit europäischen Partnern thematisiert. Unklar bleibt, wer bei etwaigen Verhandlungen mit Russland für Europa sprechen könnte. Diese Frage gilt als noch nicht ausreichend geklärt. Mögliche Verhandlungen stehen auf der Agenda des bevorstehenden G7-Gipfels in Frankreich sowie des EU-Rates, der in der kommenden Woche tagt. Bei beiden Treffen wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plant zudem, sich für eine engere Partnerschaft der Ukraine mit der Europäischen Union einzusetzen. Dabei könnte eine Art „assoziierte Mitgliedschaft“ im Fokus stehen, ebenso wie bei der Republik Moldau und Ländern des Westbalkans. Die deutschen Regierungskreise berichten von einem „positiven Erweiterungsmomentum“.