CDU-Fraktionschef Heuer beschäftigt Mutter des Präsidenten des Landesrechnungshofs

CDU-Fraktionschef Heuer beschäftigt Mutter des Präsidenten des Landesrechnungshofs

Februar 25, 2026
1 min. lesezeit

In Sachsen-Anhalt steht die CDU im Blickpunkt von Vorwürfen der Vetternwirtschaft. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Guido Heuer, beschäftigt die Mutter des Präsidenten des Landesrechnungshofs, Kay Barthel. Heuer hat die Anstellung bestätigt und argumentiert, dass diese auf einer langjährigen beruflichen Beziehung beruht. Der Landesrechnungshof ist zuständig für die Kontrolle der Landtagsfraktionen.

Laut Heuer wurde die Mutter von Barthel bereits im Jahr 2002 angestellt, zunächst bei anderen Abgeordneten. Zu diesem Zeitpunkt hätten weder er noch Barthel politische Ämter innegehabt. Er und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), betonen, dass es sich um historisch gewachsene Verhältnisse handelt.

Die Mutter des Rechnungshof-Präsidenten ist in Heuers Wahlkreisbüro aufgeführt. Barthel selbst war von 2011 bis 2015 Abgeordneter der CDU im Landtag. Heuer bestätigte außerdem, dass sich sein Wahlkreisbüro in einer Immobilie der Familie Barthel befindet, wobei eine ortsübliche Miete an eine spezielle Gesellschaft gezahlt wird.

Vorwürfe der Vetternwirtschaft hatten zuvor die AfD in Sachsen-Anhalt schwer belastet, was auch bundesweit zu ähnlichen Berichten über die Beschäftigung von Angehörigen von AfD-Politikern führte. Ministerpräsident Schulze erklärte, dass der Fall der CDU nicht vergleichbar sei, da die Mutter Barthels eine langjährige Anstellung ohne Unterbrechung seit zwei Jahrzehnten vorweisen könne. Heuer wies darauf hin, dass die Anstellung lediglich aufgrund der beruflichen Qualifikationen der Angestellten und aus betrieblichen Gründen erfolgt sei.

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