Christian Eriksen hat sich nach seinem erneuten Zusammenbruch während eines Länderspiels gegen die Ukraine am Sonntagabend zurückgemeldet. Der dänische Nationalspieler erklärte über Instagram, dass es ihm gut gehe und er sich zu Hause bei seiner Familie befinde. Der Vorfall weckte Erinnerungen an seinen Herzstillstand während der EM 2021, als er auf dem Spielfeld wiederbelebt werden musste und daraufhin einen Herzschrittmacher implantiert bekam.
Laut Berichten der dänischen Nationalmannschaft erlitt Eriksen während des Spiels erneut einen plötzlichen Zusammenbruch, konnte jedoch schnell wieder zu sich kommen und eigenständig zu einem Krankenwagen gehen. Die Ursache des Vorfalls ist bislang unklar. Der Teamarzt, Morten Boesen, vermutet, dass möglicherweise sein Herzrhythmus gestört war, was den Einsatz des Defibrillators erforderlich machte. Zudem wird in den Medien darauf hingewiesen, dass auch Dehydrierung oder eine leichte Erkrankung einen schnellen Herzrhythmus ausgelöst haben könnten.
Der VfL Wolfsburg, Eriksen’s aktueller Club, äußerte sein Mitgefühl und betonte, dass die Gesundheit des Spielers oberste Priorität habe. Dieter Hecking, Geschäftsführer des Vereins, berichtete, dass man in engem Kontakt mit dem Mannschaftsarzt der dänischen Nationalmannschaft stehe und Eriksens Gesundheitszustand mit Erleichterung zur Kenntnis genommen habe.
Die Frage, ob Eriksen seine Karriere fortsetzen wird, bleibt offen. Er selbst hat in der Vergangenheit erklärt, dass er als aktiver Spieler in Erinnerung bleiben möchte und sich einer möglichen Rückkehr zum Fußball nicht verschließen würde. Die Reaktionen bei den Mitspielern waren von Schock geprägt, insbesondere aufgrund der wiederholten Belastung, die der Vorfall für Eriksens Familie und seine Mitspieler mit sich bringt. Der dänische Fußball-Verband bietet den Spielern, wie schon bei der EM 2021, psychologische Unterstützung an.