Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat anlässlich der Präsentation der aktuellen antisemitischen Vorfälle durch den Bundesverband RIAS am Mittwoch eine verstärkte Solidarität mit jüdischen Menschen in Deutschland gefordert. Fehrs betonte, dass Antisemitismus für Jüdinnen und Juden in Deutschland eine zunehmend bedrückende Realität darstelle.
Die Vorlage des Berichts, der erschreckende Zahlen bezüglich der Vorfälle dokumentiert, zeigt die angespannte Situation, in der jüdische Menschen leben. Fehrs äußerte, dass der Schutz jüdischen Lebens in Deutschland ein zentrales Anliegen der Kirche sei. „Ein Leben ohne Angst muss für jüdische Menschen möglich sein“, fügte sie hinzu.
Des Weiteren erklärte sie, dass jede Form von Antisemitismus und jede Bedrohung auch eine Gefährdung der Demokratie darstelle. Diese Sichtweise betont das christliche Selbstverständnis und die Verantwortung der Kirche, sich für die Sicherheit jüdischer Bürger einzusetzen. Fehrs rief insbesondere die christliche Gemeinschaft auf, sichtbare Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern zu zeigen.
Die EKD verfolgt ein klares Ziel, das jüdische Leben in Deutschland zu schützen und zu fördern. Angesichts der jüngsten Entwicklungen ist eine öffentliche Unterstützung und aktive Präsenz in der Gesellschaft als notwendig erachtet worden.