In der Europäischen Union sowie in Norwegen und der Schweiz wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres 452.969 Schutzanträge registriert. Das sind 24,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als 598.575 Anträge eingingen.
Deutschland zählte seit Januar 70.257 Anträge und lag damit hinter Frankreich mit 98.822 und Italien mit 78.496 auf Platz drei unter den Zielländern.
In Deutschland kamen die meisten Antragsteller aus Afghanistan. Sie stellten 23 Prozent der Anträge, gefolgt von syrischen Staatsangehörigen mit zwölf Prozent und türkischen Staatsangehörigen mit zehn Prozent.
Im gesamten EU+-Raum führten Menschen aus Afghanistan mit 52.361 Anträgen die Statistik an. Danach folgten Antragsteller aus Venezuela mit 37.294 und aus Bangladesch mit 26.497.
Insgesamt beantragten 12.182 Menschen aus der Ukraine Asyl. Die meisten ukrainischen Antragsteller wurden in Frankreich registriert, das 49 Prozent dieser Anträge verzeichnete. Dahinter folgten Polen mit 13 Prozent, Rumänien mit sechs Prozent und Deutschland mit fünf Prozent.
Die niedrigsten Werte meldeten Malta mit 294 Anträgen, die Slowakei mit 131 und Ungarn mit 83.