Die FDP hat am Sonntagnachmittag ihren zweitägigen Bundesparteitag in Berlin abgeschlossen. Dabei wurde der Leitantrag mit dem Titel „Neustart Deutschland: Befreiungsschlag für ein Land, das wieder erfolgreich ist“ beschlossen. Änderungsanträge wurden nicht behandelt und an die zuständigen Gremien verwiesen.
Martin Hagen, der neu gewählte Generalsekretär, zog in seinem Schlusswort ein positives Fazit. Er betonte, dass die Partei wesentliche Beschlüsse und Personalentscheidungen getroffen habe. Hagen verwies darauf, dass der neu gewählte Bundesvorstand die Vielfalt der FDP widerspiegelt und dass mit diesem Team ein erfolgreicher Weg beschritten werden könne. Er identifizierte den politischen Wettbewerb nicht in den eigenen Reihen, sondern bei den konkurrierenden Parteien.
In den kommenden Monaten möchte die FDP den Fokus auf Wahlkämpfe in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin legen. Hagen äußerte, dass jeder Wahlkampf ein Wahlkampf der Gesamtpartei sein müsse. Zudem gab er bekannt, dass die Umfragewerte für die FDP in den letzten zwei Monaten von 16 auf 22 Prozent gestiegen seien, was für ein Comeback der Partei spreche. Das Hauptziel sei es, aus potenziellen Wählern auch tatsächliche Wähler zu machen. Hagen zeigte sich zuversichtlich, dass die FDP bald wieder über fünf Prozent in den Umfragen liegen könnte.
Die Ergebnisse des Parteitags werfen jedoch auch einen Schatten auf das positive Bild. Wolfgang Kubicki, der neue Parteichef, setzte sich mit nur 59 Prozent gegen Herausforderin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Auch Martin Hagen erhielt ohne Gegenkandidaten nur rund 59 Prozent der Stimmen, was als eines der schlechtesten Ergebnisse in der Geschichte der Partei gilt. Dies deutet auf mögliche interne Spannungen innerhalb der FDP hin.