Forsa: SPD erreicht niedrigsten Umfragewert seit Dezember 2019 mit 11 Prozent

Forsa: SPD erreicht niedrigsten Umfragewert seit Dezember 2019 mit 11 Prozent

Juni 9, 2026
1 min. lesezeit

Die SPD hat im aktuellen Forsa-Trendbarometer einen Rückgang auf 11 Prozent verzeichnet, den niedrigsten Stand seit Dezember 2019. Dies stellt einen Verlust von einem Punkt im Vergleich zur Vorwoche dar. Die Union kann sich hingegen um einen Punkt auf 22 Prozent verbessern, während die AfD mit 27 Prozent weiterhin die stärkste Kraft bleibt. Die Werte der anderen Parteien, darunter die Grünen mit 15 Prozent, die Linke mit 11 Prozent, die FDP mit 5 Prozent und die BSW mit 3 Prozent, blieben unverändert.

Die Analyse der Wählergruppen zeigt klare Unterschiede. Unter den über 60-Jährigen erreicht die Union etwa 31 Prozent, während die SPD deutlich hinterherhinkt. Die AfD hat in bestimmten Gruppen, wie Männern (35 Prozent) und Arbeitern (48 Prozent), besonders hohe Zustimmungswerte. In der allgemeinen Einschätzung der politischen Kompetenz stehen Union und AfD gleichauf, je 13 Prozent der Befragten trauen ihnen zu, die Probleme in Deutschland am besten anzugehen. Die Grünen folgen mit 8 Prozent, während der SPD nur 5 Prozent und der Linkspartei 4 Prozent zugesprochen werden.

Die Unbeliebtheit der SPD spiegelt sich auch in der Bewertung ihres Parteivorsitzenden Lars Klingbeil wider, dessen Zustimmung seit 2021 signifikant gesunken ist. Er erreicht aktuell im Forsa-Ranking deutlich unter 30 Punkte. Auch Kanzler Friedrich Merz stößt auf Unzufriedenheit; nur 14 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden, 84 Prozent äußern sich kritisch. Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zu früheren Umfragen.

Die allgemeine wirtschaftliche Lage wird von den Deutschen als besorgniserregend wahrgenommen, 65 Prozent befürchten eine Verschlechterung. Nur 13 Prozent rechnen mit einer Besserung. Diese Skepsis hat sich seit Anfang 2025 verschärft und wurde durch internationale Konflikte, insbesondere den Ausbruch des Iran-Krieges, weiter verstärkt.

Die Daten basieren auf einer Umfrage unter 2.502 Personen im Zeitraum vom 2. bis 8. Juni 2026.

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