Nach einer Amokfahrt in Leipzig, bei der mindestens zwei Menschen ums Leben kamen, äußerte sich der Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) zur aktuellen Sicherheitslage in deutschen Städten. In der ntv-Sendung „Pinar Atalay“ am Montagabend betonte er, dass die Situation ernst zu nehmen sei. „Wir verfolgen, was vor Ort passiert, aber wir sind im frühen Stadium häufig im Bereich der Spekulation“, sagte Frei.
Die Ermittlungsergebnisse vor Ort sind noch nicht finalisiert, jedoch wird der Vorfall bereits als alarmierend eingestuft. Frei forderte dazu auf, Informationen zusammenzutragen, um genauere Rückschlüsse ziehen zu können. Auf die Frage nach bestehenden Sicherheitsvorkehrungen in Innenstädten verwies er auf frühere Anschläge, nannte den Vorfall in Magdeburg und wies darauf hin, dass die Unsicherheit für die Menschen in urbanen Räumen gewachsen sei.
Er erklärte, dass das Gefühl der Gefährdung das Leben der Bürger stark beeinträchtigen könne. „Wenn sie das Gefühl haben, dass sie ihr ganz normales Leben nicht so leben können, dass sie sich gefahrlos in der Stadt bewegen können, dann macht das schon etwas mit einem“, so Frei. Trotz der bevorstehenden Analysen und dem Hinterfragen möglicher Defizite stellte er klar, dass vollständige Sicherheit nicht gegeben werden könne.
Frei hob hervor, dass sich die Innenstädte in den letzten Jahren deutlich verändert hätten, was als Besorgnis erregend angesehen wird. Die Gedanken der Bundesregierung seien bei den Opfern der Amokfahrt und deren Angehörigen.