GKV erwartet 2026 stark steigende Ausgaben über den Einnahmen

GKV erwartet 2026 stark steigende Ausgaben über den Einnahmen

Mai 13, 2026
1 min. lesezeit

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland werden im Jahr 2026 voraussichtlich stark ansteigen, während die Einnahmen hinter diesem Wachstum zurückbleiben. Laut einer Schätzung des IT-Dienstleisters Bitmarck, die in der „Rheinischen Post“ veröffentlicht wurde, wird mit einem Anstieg der Ausgaben um sieben Prozent gerechnet. Im Vorjahr lag das Plus bereits bei 7,8 Prozent. Im Gegensatz dazu werden die Einnahmen der GKV in diesem Jahr um lediglich sechs Prozent zunehmen, nachdem sie 2025 bereits nur um geschätzt 3,7 Prozent gewachsen sind. Dies könnte zu einem Fehlbetrag im Gesundheitsfonds führen, der auf 59 Milliarden Euro ansteigen könnte, nachdem er 2025 bei 52 Milliarden Euro lag. Experten sprechen von einem „hohen strukturellen Defizit“.

Der Bericht weist darauf hin, dass im Jahr 2025 fast 60 Prozent der Krankenkassen nicht über die erforderliche Mindestreserve verfügten. Diese Reserve, die 20 Prozent einer Monatsausgabe betragen soll, dient dazu, Ausgabenschwankungen auszugleichen und die Zusatzbeiträge stabil zu halten. Obwohl durch Beitragserhöhungen bis zum Jahresende erwartet wird, dass der Anteil der Kassen unterhalb dieser Schwelle sinkt, prognostiziert Bitmarck, dass Ende 2026 immer noch jede dritte Krankenkasse nicht über die Mindestreserve verfügen wird.

In Reaktion auf die sich zuspitzende finanzielle Lage hatte das Bundeskabinett Ende April einen Gesetzentwurf zur Reform der GKV beschlossen. Diese Reform zielt darauf ab, die Defizite der Krankenkassen auszugleichen und die Beiträge der Versicherten im kommenden Jahr stabil zu halten.

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