Die Grünen haben die Zusage von Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt, der Ukraine Abfangdrohnen zu liefern, und zugleich ein schärferes Vorgehen gegen die russische Schattenflotte verlangt. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann forderte die Bundesregierung dazu auf, den Druck auf die Finanzierungswege des russischen Angriffskriegs zu erhöhen.
Haßelmann sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Wenn jetzt Abfangdrohnen zugesagt werden, ist das richtig. Der Winter steht vor der Tür, und die Ukraine braucht dringend Hilfe, um ihn zu überstehen“.
Abfangdrohnen sollen ukrainische Städte und Infrastruktur vor schnellen, düsengetriebenen Kampfdrohnen schützen. Nach Darstellung des Artikels geht es den Grünen dabei um kurzfristige militärische Hilfe für die Luftverteidigung und zugleich um wirtschaftlichen Druck auf Russland.
Die Fraktionschefin verlangte außerdem, die Bundesregierung müsse „endlich entschlossen gegen die Schattenflotte vorgehen, mit der der russische Präsident Wladimir Putin seinen Krieg finanziere“. Die Schattenflotte bezeichnet Schiffe, mit denen Russland unter Umgehung westlicher Sanktionen Öl und andere Einnahmen sichern kann.
Haßelmann begrüßte die Reise von Merz in die Ukraine als wichtiges Signal, sagte aber zugleich: „Signale allein reichten nicht aus“. Neben der Lieferung von Abfangdrohnen verwies sie auf weitere mögliche Maßnahmen gegen die Umgehungswege, darunter zusätzliche Schiffs- und Unternehmenssanktionen sowie Kontrollen von Versicherungen, Flaggenstaaten und Hafenanläufen.
