Gregor Gysi hat die Vergesellschaftungspläne der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp infrage gestellt. In einem Interview mit dem Portal Politico äußerte der Politiker, dass es nicht ausreiche, lediglich bestehende große private Wohnungsgesellschaften zu vergesellschaften. Seine Hauptsorge sei der Mangel an Wohnraum. Obwohl ein Volksentscheid mit 57 Prozent Zustimmung für die Vergesellschaftung signalisiere, bliebe das Grundproblem ungelöst. Die Schaffung zusätzlicher Wohnungen sei unverzichtbar.
Gysi machte deutlich, dass die Vergesellschaftung helfen könne, die Mieten zu senken und den Einfluss auf den Wohnungsmarkt zu erhöhen. Hierfür sei jedoch eine Entbürokratisierung der Prozesse dringend notwendig. Das zentrale Anliegen der Partei bleibe die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Berlin. Er betonte die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass jeder Mensch Anspruch auf ein angemessenes, bezahlbares Zuhause hat. Aktuell könne dies nicht garantiert werden.