Gysi rechtfertigt hohe Nebeneinkünfte als Bundestagsabgeordneter

Gysi rechtfertigt hohe Nebeneinkünfte als Bundestagsabgeordneter

Juni 22, 2026
1 min. lesezeit

Gregor Gysi, Bundestagsabgeordneter der Linkspartei, hat seine hohen Nebeneinkünfte verteidigt. Laut einem Bericht des „Spiegel“ und der Transparenzinitiative Abgeordnetenwatch habe Gysi im vergangenen Jahr rund 250.000 Euro durch Nebenverdienste erzielt, insbesondere durch Auftritte als Vortragsredner und Talkgast, für die er über 200.000 Euro erhalten habe. Damit steht Gysi an der Spitze der Abgeordneten, die durch solche Tätigkeiten hohe Einkommen generieren.

Neben Gysi haben nur zwei weitere Abgeordnete vergütete Reden gehalten: Caroline Bosbach von der CDU erhielt für zehn Auftritte 40.300 Euro, während Elisabeth Winkelmeier-Becker lediglich 1.190 Euro für einen Vortrag einnannte. Gysi wies die Kritik an der Anzahl seiner 73 bezahlten Auftritte in 15 Monaten zurück und betonte, dass diese seine Abgeordnetentätigkeit nicht beeinträchtigen.

Im Detail erläuterte Gysi die finanzielle Situation seiner Nebentätigkeiten. Er gab an, dass er von den Nebeneinkünften im vergangenen Jahr einen Betrag von 202.097,15 Euro nach Abzug der Betriebskosten seines Rechtsanwaltsbüros behielt. Laut Gysi fließen monatlich 3.000 Euro an seine Partei sowie rund 2.000 Euro für wohltätige Zwecke ab, sodass ihm am Ende ein Nettoverdienst von 11.051,36 Euro verbleibe.

Im aktuellen Bundestagsmandat hielt Gysi bislang fünf Reden und war bei 26 von 57 namentlichen Abstimmungen abwesend. Dies bedauert er und führt als Grund die vorgezogene Bundestagswahl an, die frühere Planungen seiner Auftritte durcheinanderbrachte. Gysi versichert, dass er im Jahr 2026 weniger Abwesenheiten aufweisen werde.

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