Hamburger stimmen deutlich gegen Olympia-Bewerbung ab

Hamburger stimmen deutlich gegen Olympia-Bewerbung ab

Juni 1, 2026
1 min. lesezeit

Hamburgs Bevölkerung hat erneut gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele gestimmt. Bei einem Referendum am 31. Mai 2026 entschieden sich 54,9 Prozent der Wähler gegen die Pläne, während 45,1 Prozent für die Spiele plädierten. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent, was bedeutete, dass etwa 1,3 Millionen Bürger ab 16 Jahren stimmberechtigt waren. In allen sieben Bezirken der Stadt gab es keine Mehrheit für die Befürworter.

Erster Bürgermeister Peter Tschentscher gab nach der Bekanntgabe des Ergebnisses bekannt, dass die Bewerbung zurückgezogen werde. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeigte sich enttäuscht über den Ausgang des Referendums, nachdem Rückenwind für ähnliche Bewerbungen in anderen Städten Deutschlands gegeben war.

Die Gegner einer Olympiabewerbung äußerten, dass das Ergebnis ein Zeichen für den Schutz der Stadt sei. Eckart Maudrich, Sprecher der Initiative „NOlympia“, betonte, dass die Bürger mit ihrer Stimme zeigten, dass sie sich nicht von teuren Werbekampagnen beeinflussen lassen wollten. Kritisiert wurden insbesondere die finanzpolitischen Überlegungen der Behörden, die als unglaubwürdig angesehen wurden.

Durch den negativen Ausgang der Abstimmung kann Hamburg nicht Teil des nationalen Bewerbungsprozesses sein. Der DOSB muss entscheiden, mit welchem Kandidaten er ins internationale Bewerbungsverfahren geht. Aktuell stehen München, die Rhein-Ruhr-Region sowie Berlin zur Auswahl. München und die Rhein-Ruhr-Region hatten in früheren Abstimmungen jeweils etwa 66 Prozent Zustimmung erhalten, während Berlin auf ein Referendum verzichtete.

Trotz des negativen Ergebnisses für Hamburg wird der Traum von Olympischen Spielen in Deutschland von vielen weiterhin unterstützt. Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein erklärte, dass es nun gelte, ein Konzept mit den besten Erfolgschancen zu finden.

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