Hessischer SPD-Unterbezirk fordert Mitgliedervotum zur Parteiführung

Hessischer SPD-Unterbezirk fordert Mitgliedervotum zur Parteiführung

August 7, 2026
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In einem Brandbrief an die Parteispitze der SPD fordert der hessische Unterbezirk Groß-Gerau ein Mitgliedervotum über die Parteiführung. Der Brief, verfasst von Landrat Thomas Will und der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Melanie Wegling, kritisiert die aktuelle Führung unter Lars Klingbeil und Bärbel Bas scharf. Die Autoren plädieren für eine grundlegende Neuorientierung der Sozialdemokratischen Partei und fordern, dass Entscheidungen über Parteivorsitz und Spitzencandidates künftig durch ein verbindliches Votum der Mitglieder getroffen werden.

In dem Schreiben wird festgestellt, dass sich die SPD in einem „freien Fall“ befinde, was durch die aktuelle Regierungsarbeit verstärkt werde. Die Parteiführung stehe in der Kritik, insbesondere wegen ihrer Sparpolitik im Gesundheits- und Sozialbereich sowie bei der Rentenpolitik. Die Verfasser drücken ihre Ablehnung aus und erklären: „Wir machen da nicht mehr mit.“

Zusätzlich schlagen Will und Wegling vor, Perspektiven für ein neues linksorientiertes Bündnis auf Bundesebene zu entwickeln. Sie fordern die Parteispitze auf, Mehrheiten links der Mitte nicht von vornherein auszuschließen. Es gehe nicht nur darum, unter welchen Bedingungen die SPD wieder regieren dürfe, sondern um eine neue Ausrichtung der Partei im politischen Spektrum. Der Brandbrief unterstreicht den Wunsch nach einer offenen Mitmachpartei, die sich stärker auf die Mitgliederbasis stützt.

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