Koalitionsabgeordnete fordern staatliche Mitspracherechte bei KNDS

Koalitionsabgeordnete fordern staatliche Mitspracherechte bei KNDS

Juni 13, 2026
1 min. lesezeit

Koalitionsabgeordnete fordern mehr Einfluss des Staates beim Panzerbauer KNDS, an dem der Bund mit 40 Prozent beteiligt werden möchte. In einem Positionspapier, über das das Magazin „Spiegel“ berichtet, wird gefordert, dem Bund starke Veto- und Mitspracherechte für die Berufung oder Abberufung von Vorständen und Geschäftsführern bei KNDS zu gewähren. Der Hintergrund sind Bedenken hinsichtlich einer bevorstehenden Beschaffung von rund 3.000 Boxer-Fahrzeugen.

Die Abgeordneten äußern Sorgen über die komplexe Struktur des Unternehmens, das aus einem Joint Venture mit dem französischen Rüstungskonzern Nexter und der deutschen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) entstanden ist. Nexter hält die Hälfte der Anteile, was eine enge Zusammenarbeit in der Verteidigung zwischen Deutschland und Frankreich impliziert. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Gefahr des Abflusses technologischen Know-hows, insbesondere im Hinblick auf den Leopard-Panzer. Sie fordern, dass an den in Deutschland entwickelten Waffensystemen ausschließlich deutsche Mitarbeiter arbeiten sollen, um strategische Handlungsfähigkeit und technologische Unabhängigkeit sicherzustellen.

Die Bundesregierung hat sich bisher nicht zum Stand der Verhandlungen geäußert. Es ist jedoch bekannt, dass der Bund plant, 40 Prozent der Anteile an KNDS zu erwerben. Bislang gibt es jedoch Schwierigkeiten bei den Verhandlungen, insbesondere bezüglich des Einflusses des Staates und der Fusion der beiden Unternehmensanteile. Dies ist insbesondere relevant, da KNDS plant, bis Mitte Juli einen Börsengang durchzuführen, was eine zeitnahe Klärung der Formalitäten erfordert.

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