Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, fordert dringend zusätzliche finanzielle Mittel für die Kühlung von Kliniken in Deutschland. Angesichts bevorstehender Hitzewellen warnte Gaß vor den Folgen der chronischen Unterfinanzierung in diesem Bereich. Er äußerte sich im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ und wies darauf hin, dass viele Patienten und Klinikbeschäftigte unter der unzureichenden Kühlung leiden werden.
Die DKG schlägt ein mehrjähriges Klima-Investitionsprogramm in Höhe von 31 Milliarden Euro vor, welches auch in Kühltechnik investiert werden soll. Gaß kritisierte, dass die Bundesländer ihren Verpflichtungen zur vollständigen Finanzierung der Investitionskosten seit Jahrzehnten nicht nachkämen. „Für Klimaanlagen oder andere Kühltechnik bleibt nichts übrig, die Kliniken müssen weiter mit Verschattung, Ventilatoren und Kühlakkus improvisieren“, sagte er.
Zusätzlich kritisierte Gaß die Kürzungspläne des Bundesgesundheitsministeriums unter Leitung von Nina Warken (CDU). Sollte das geplante Sparpaket umgesetzt werden, seien klimatisierte Krankenhäuser nicht mehr realisierbar, so seine Einschätzung. Experten prognostizieren für den kommenden Donnerstag Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius, was die Dringlichkeit der Angelegenheit unterstreicht.