Mainzer Landtag wird am Sonntag neu gewählt

Mainzer Landtag wird am Sonntag neu gewählt

März 19, 2026
1 min. lesezeit

Kurz vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt die CDU in einer aktuellen Umfrage weiterhin knapp vor der SPD. Laut dem ZDF-«Politbarometer» kommen die Christdemokraten mit ihrem Spitzenkandidaten Gordon Schnieder auf 29 Prozent, zwei Punkte mehr als die regierenden Sozialdemokraten unter Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Beide Parteien konnten im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Punkt zulegen.

Die Wahl zum Mainzer Landtag findet am kommenden Sonntag statt. Bei der letzten Wahl im Jahr 2021 hatte die SPD mit 35,7 Prozent deutlich vor der CDU, die 27,7 Prozent erzielte, gelegen. In den Umfragen führte die Union längere Zeit mit einem größeren Abstand, der nun jedoch geschmolzen ist. Die Landtagswahl hat auch bundespolitische Bedeutung, da nur ein Partner der schwarz-roten Koalition in Berlin als Sieger hervorgehen kann.

Die AfD belegt in der Umfrage den dritten Platz mit 19 Prozent. Die Grünen folgen deutlich abgeschlagen mit 9 Prozent, während die Linke bei 5 Prozent und die Freien Wähler bei 4,5 Prozent liegen. Letzteren droht der Einzug in den Landtag, während andere Parteien zusammen auf 6,5 Prozent kommen.

Für die Erhebung wurden am Mittwoch und Donnerstag 1.139 Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz telefonisch und online befragt, was eine repräsentative Aussage ermöglicht. Bezüglich der Frage nach dem bevorzugten Ministerpräsidenten liegt der SPD-Regierungschef Schweitzer mit 40 Prozent klar vor seinem CDU-Konkurrenten Schnieder, der auf 25 Prozent kommt. Der Regierungschef wird in Rheinland-Pfalz jedoch nicht direkt vom Volk, sondern vom Landtag gewählt.

Weitere Meinungsforschungsinstitute deuten ebenfalls auf ein enges Rennen zwischen CDU und SPD hin. Eine Umfrage des Instituts Insa für die «Bild»-Zeitung sah die Christdemokraten kürzlich mit 28 Prozent einen Punkt vor den Sozialdemokraten. Auch eine ARD-Umfrage von Infratest dimap zeigte ähnliche Werte: CDU 29 Prozent, SPD 28 Prozent. In Mainz regiert zurzeit eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP, letztere wird in der ZDF-Befragung nicht separat ausgewiesen, was darauf hindeutet, dass sie unter drei Prozent liegt.

Wahlumfragen sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Instituten die Datenauswertung. Die Forschungsgruppe Wahlen gibt für ihre Erhebungen eine statistische Fehlertoleranz von plus/minus zwei Prozentpunkten bei einem Anteilswert von zehn Prozent und bei 40 Prozent von plus/minus drei Punkten an. Umfragen spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

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