Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland fordert verstärkte Maßnahmen zum Schutz junger Verbraucher im Internet. Dies geht aus dem Verbraucherreport 2026 des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) hervor. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, an der mehr als 1.500 Personen ab 14 Jahren teilnahmen, gaben 79 Prozent der Befragten an, dass die Politik die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Netz verbessern sollte, auch wenn dies strengere Vorschriften für Unternehmen bedeutet.
Die Umfrageergebnisse zeigen eine besorgniserregende Einschätzung des bestehenden Jugendschutzes: 87 Prozent der Teilnehmenden bewerten den Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung sozialer Medien und Online-Spielen als unzureichend. Darüber hinaus hegen 82 Prozent der Befragten Bedenken hinsichtlich des Schutzes junger Menschen vor finanzieller Überforderung. In Bezug auf Ernährungsfragen fordern 74 Prozent eine stärkere Regulierung durch die Politik.
Vzbv-Vorständin Ramona Pop äußerte sich dazu und betonte, dass ungesunde Lebensmittel und süchtig machende Online-Angebote die Lebensrealität junger Menschen komplex gestalten. Sie forderte die Regierung auf, Verantwortung zu übernehmen und sicherzustellen, dass digitale Angebote sowohl gesund als auch sicher sind. Zudem dürfe das Finanzrisiko für Jugendliche nicht vernachlässigt werden, und es müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine gesunde Ernährung fördern.
Die Befragung stellt einen klaren Appell der Bevölkerung an die Politik dar, um die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu implementieren und den Herausforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden.