Merkel lehnt Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt für Ex-Kanzler Schröder ab

Merkel lehnt Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt für Ex-Kanzler Schröder ab

Mai 18, 2026
1 min. lesezeit

Altkanzlerin Angela Merkel hat sich skeptisch zu möglichen Vermittlerrollen für Gerhard Schröder oder sie selbst im Ukraine-Konflikt geäußert. In einem Gespräch beim WDR-„Europaforum“ im Rahmen der Republica in Berlin betonte sie, dass man sich in die Situation von 2014 zurückversetzen müsse, als die Krim annektiert worden sei und militärische Aktionen Russlands im Donbass begannen. Merkel führte damals die Minsk-Verhandlungen mit dem damaligen französischen Präsidenten François Hollande und erklärte, dass diese Gespräche nur aufgrund ihrer politischen Macht als Regierungschefs möglich gewesen seien.

Sie äußerte Bedenken, ob es sinnvoll sei, als Vermittler ohne ein Regierungsamt zu agieren. Merkel erklärte, dass man politische Macht brauche, um solche Verhandlungen zu führen. Sie könne sich „nicht vorstellen“, dass ein Vermittler nun für sie nach Minsk reisen könne, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sprechen. Merkel hob hervor, dass die Umstände und die Notwendigkeit offizieller Regierungsvertreter eine zentrale Rolle in der Konfliktdiplomatie spielen.

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