Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann äußert Zweifel an der Eignung des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt. In einem Interview mit der Funke-Mediengruppe betonte sie, dass ein Vermittler von beiden Konfliktparteien akzeptiert werden müsse. Diese Akzeptanz sei bei Schröder, der enge Kontakte zu Wladimir Putin pflegte, fraglich.
Strack-Zimmermann stellte fest, dass die Ukraine möglicherweise Schröder nicht als neutralen Vermittler anerkennen könne, insbesondere aufgrund seiner freundschaftlichen Beziehungen zu Putin seit der Annexion der Krim im Jahr 2014. Sie verwies auf Schröders geschäftliche Verbindungen zu russischen Firmen bis zur Eskalation des Konflikts sowie auf seinen Auftritt in Moskau im Jahr 2022, der als bizarr empfunden wurde. Ihre Einschätzung: „Es gibt also erhebliche Zweifel daran, dass das eine gute Idee wäre.“
Russlands Präsident Putin hatte bei einer Pressekonferenz signalisiert, dass er Gespräche mit Schröder bevorzuge. Diese Äußerung stieß auch innerhalb der SPD auf Widerstand. Der ehemalige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth, wies darauf hin, dass Putins Vorschlag ein Affront gegenüber den USA sei und einem durchsichtigem Manöver gleichen würde. Er hob hervor, dass echte Friedensbemühungen mit einem Waffenstillstand beginnen sollten, und dass eine vertrauenswürdige Mediation nicht von „Putins Buddy“ kommen könne.
Roth forderte, dass die Ukraine selbst über die Akzeptanz eines Vermittlers entscheiden müsse, was weder von Moskau noch von den westlichen Partnern bestimmt werden könne.