Der CDU-Bundestagsabgeordnete David Preisendanz hat mehr Führung in der schwarz-roten Bundesregierung verlangt und vor einem Scheitern der Koalition gewarnt. Dem Tagesspiegel sagte er für die Donnerstagausgabe: „Wir brauchen jetzt dringend Führung“.
Preisendanz forderte Verantwortungsträger auf beiden Seiten der Koalition auf, die wüssten, „was die Stunde geschlagen habe“. Ein Bruch der Koalition mache keine Reform wahrscheinlicher, sagte er.
Mit Blick auf die AfD erklärte Preisendanz, man erfülle „gerade vollständig den Matchplan der AfD“. Die Aussagen fielen in eine Phase schwacher Umfragewerte für CDU, CSU und die Bundesregierung.
In einer am 6. Oktober veröffentlichten Forsa-Erhebung lagen CDU und CSU bei 19 Prozent, die AfD bei 26 Prozent. 38 Prozent der Befragten nannten die Bundesregierung als wichtigstes politisches Thema.
Eine Ende September erhobene Umfrage ergab zudem, dass 17 Prozent die Arbeit von Friedrich Merz als eher gut und 79 Prozent als eher schlecht bewerteten. Am 6. Oktober stellte die AfD in Sachsen-Anhalt erstmals einen Landtagspräsidenten: Tobias Rausch wurde dort mit 48 von 82 abgegebenen Stimmen gewählt.
