Nach dem offiziellen Ende des deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS fordert der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), neue internationale Rüstungskooperationen. Röwekamp bezeichnet das Scheitern von FCAS als bedauerlich und betont, dass Europa gerade in den Bereichen Luftverteidigung und Zukunftstechnologien dringend mehr Zusammenarbeit benötige.
Röwekamp äußerte seine Forderung in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ und stellte klar, dass es wichtig sei, nach jahrelangen Blockaden und Unsicherheiten nun Klarheit zu schaffen. Deutschland habe mit Großbritannien, Spanien und Schweden starke europäische Partner, die ein großes Interesse an der Entwicklung der nächsten Generation von Luftkampfsystemen hätten.
„Jetzt sollten wir die Chance nutzen, neue und tragfähige Kooperationen auf Augenhöhe zu schmieden, die technologischen Fortschritt und industrielle Souveränität Europas stärken“, erklärte der CDU-Politiker. Er verwies darauf, dass die Vernetzung bemannter und unbemannter Systeme sowie die Entwicklung eines modernen Combat-Cloud-Ansatzes nicht nur Konzepte des FCAS seien. Diese sollten auch in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Partnern realisiert werden.
Röwekamp hebt hervor, dass zukünftige Kooperationen notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas im globalen Rüstungsmarkt zu sichern und die Herausforderungen im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik effektiv zu bewältigen.