Der Vorsitzende des Bundestagsverteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), hat die deutsche Unterstützung für die Ukraine als langfristig bedeutsam für die Sicherheit Europas bezeichnet. Man dürfe dabei nicht nur auf das Ende der russischen Kampfhandlungen schauen, sagte er der Rheinischen Post.
Röwekamp sagte, die Ukraine werde auch nach dem Krieg über eine der stärksten konventionellen Armeen in Europa verfügen und damit ein wichtiger Anker gemeinsamer Verteidigungsfähigkeit sein. Die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit gehe damit direkt um die künftige Sicherheit Deutschlands und Europas.
Deutschland stehe an der Seite der Ukraine und übernehme damit Verantwortung für die Sicherheit des Kontinents, sagte Röwekamp weiter. Die Ukraine brauche deutsche Unterstützung, um sich verteidigen und aus einer Position der Stärke über Frieden verhandeln zu können.
Zugleich begrüßte Röwekamp den Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew am Wochenende. Merz habe Haltung und Führungsstärke gezeigt und sich weder von russischen Drohungen einschüchtern noch von seinem Kurs abbringen lassen, sagte er.
Mit dem Besuch verbanden sich auch angekündigte Unterstützungszusagen. Dazu gehörten nach den vorliegenden Angaben eine Milliarde Euro aus bereits bewilligten Mitteln für Militärhilfe sowie weitere 350 Millionen Euro für die Reparatur und den Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke. Außerdem wurden geplante Lieferungen von Abfangdrohnen und eine engere Zusammenarbeit bei Langstreckenwaffensystemen genannt.
