Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler, äußert sich skeptisch zu den geplanten sogenannten Return Hubs, die außerhalb der Europäischen Union eingerichtet werden sollen. In einem Interview mit den Sendern RTL und ntv betonte Fiedler, dass die Initiative nicht als bedeutender Wendepunkt betrachtet werden sollte.
Fiedler wies darauf hin, dass es derzeit unklar sei, welche Staaten als Standorte für die Rückführungszentren in Betracht gezogen werden. Er verwies auf hohe Standards, die in jedem einzelnen Fall von deutschen Gerichten überprüft werden müssen. Das Finanzierungs- und rechtliche Rahmenwerk der Rückführungsprogramme sei ebenfalls offen. „Das kostet sehr viel Geld“, betonte Fiedler.
Die SPD hat jedoch den Willen, insbesondere Straftäter wieder außer Landes zu bringen. „Das ist eine Einigkeit in der Koalition“, sagte Fiedler. Dennoch existieren noch viele offene Fragen, auch auf europäischer Ebene. Fiedler machte deutlich, dass das Thema der Return Hubs vor allem gegenwärtig auf europäischer Ebene diskutiert werde und dass das deutsche Parlament bisher nicht intensiv mit dieser Thematik befasst sei. Interesse und kritische Nachfragen seien vorhanden, aber die Thematik habe den Bundestag noch nicht substantiell erreicht.