Verdi-Chef Frank Werneke hat ein Verbot der Alternative für Deutschland (AfD) gefordert. Dies geschah im Kontext von Äußerungen des AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, der angekündigt hatte, im Falle eines Wahlsiegs „150 bis 200“ Beamte neu zu besetzen. Werneke bezeichnete die Aussagen als Indiz für einen von der AfD angestrebten umfassenden Umbau des Staatsapparates.
Werneke warf der AfD vor, bewusst eine Umstrukturierung der Behörden vorzunehmen, bei der Beamte, die auf das Grundgesetz und die freiheitliche Demokratie verpflichtet seien, durch „rechtsradikale Gefolgsleute“ ersetzt werden sollten. Dies stelle eine ernsthafte Bedrohung für die Demokratie dar. Daher sei es an der Zeit, ein Verbotsverfahren gegen die AfD beim Bundesverfassungsgericht einzuleiten.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vertritt eine Vielzahl von Beschäftigten im öffentlichen Dienst und verfolgt seit längerem eine kritische Haltung gegenüber der AfD. Bereits im vergangenen Jahr hatte Werneke die Notwendigkeit eines Verbotsverfahrens erneut betont.