Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die von der Pharmabranche geäußerte Kritik am Beitragsstabilisierungsgesetz zurückgewiesen. Unternehmen wie Eli Lilly und Boehringer Ingelheim hatten davor gewarnt, Investitionen aufgrund der gesetzlichen Änderungen zu überdenken. Warken betonte, dass jede Branche ihren Beitrag zur Reform leisten müsse und machte klar, dass es keine Ausnahmen für die Pharmaindustrie geben wird.
Die Ministerin erkannte die wirtschaftlichen Herausforderungen vieler Pharmaunternehmen an, wies jedoch darauf hin, dass das Gesetz der Branche keine zusätzlichen Einnahmen garantieren werde. Deutschland verharre jedoch als attraktivster Standort, insbesondere durch die staatliche Erstattung von Medikamenten sowie durch günstige Rahmenbedingungen für Forschung und klinische Studien.
Die Regierung plane, die Bedingungen für die Pharmaindustrie im Rahmen ihrer Pharmastrategie kontinuierlich zu verbessern, indem sie etwa Vorschläge zur besseren Planbarkeit von Investitionen prüfen werde. Warken wies zudem Bedenken hinsichtlich möglicher Nachteile für Patienten zurück. Sie stellte klar, dass die gesetzliche Krankenversicherung der Industrie einen großen und zuverlässigen Markt biete, jedoch auch über begrenzte finanzielle Ressourcen verfüge.
Besonders betonte Warken, dass Deutschland im europäischen Vergleich den schnellsten Zugang zu innovativen Arzneimitteln gewährleiste, da Hersteller in den ersten sechs Monaten nach Markteintritt die Einführungspreise selbst festlegen könnten. Diese Faktoren unterstreichen die Rolle Deutschlands als Schlüsselstandort für die internationale Pharmaindustrie.