Weber befürwortet EU-Sonderstatus für die Ukraine als assoziiertes Mitglied

Weber befürwortet EU-Sonderstatus für die Ukraine als assoziiertes Mitglied

Juni 1, 2026
1 min. lesezeit

EVP-Chef Manfred Weber hat den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz befürwortet, der Ukraine einen EU-Sonderstatus als assoziiertes Mitglied zu verleihen. Weber bezeichnete diesen Vorschlag als kreativ und konstruktiv und betonte, dass die Ukrainer eine klare Perspektive auf eine EU-Mitgliedschaft haben sollten.

Er hob hervor, dass die Ukraine einen bedeutenden Sicherheitsgewinn für Europa darstellen könnte. Laut Weber besitze die ukrainische Armee die nötige Erfahrung und Technologie, um die Ostflanke des Kontinents gemeinsam zu sichern. Der Vorschlag von Merz sieht vor, dass die Ukraine an EU-Ratstreffen teilnehmen und einen Vertreter in die Brüsseler Kommission entsenden kann, ohne jedoch über ein Stimmrecht zu verfügen.

Mit Blick auf den anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine äußerte Weber, dass die Diplomatie aktuell an ihre Grenzen stoße. Frieden könne nur durch Stärke und europäische Einigkeit gesichert werden. Er mahnte, dass Europa sich auf alle Optionen vorbereiten müsse, jedoch sei er skeptisch gegenüber der Bereitschaft Moskaus für Friedensgespräche.

Auf die Frage nach potenziellen Vermittlern erklärte Weber, dass es in Europa viele kompetente Persönlichkeiten gebe, jedoch passe der von Präsident Wladimir Putin ins Spiel gebrachte Ex-Kanzler Gerhard Schröder nicht in diese Rolle. Schröder könne laut Weber gerne als „Pressesprecher von Putin“ fungieren, ein ehrlicher Vermittler sei er jedoch nicht.

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